Besuch beim “Schatz im Silbersee”

Nach 30 Jahren wieder einmal nach Bad Segeberg – nein, nicht zu Möbel Kraft – zu den Karl-May Festspielen.

Früher als Kind – heute mit den eigenen Kindern.

Also haben wir uns am Sonntag aufgemacht, um eine Nachmittagsvorstellung mitzuerleben. Die Hinfahrt über die Landstrassen war ohne Probleme und auch das Finden von – kostenlosen – Parkplätzen war ohne grosse Wartezeiten möglich. Einweiser überall, die den Verkehr ordentlich leiteten.

Um 14.30 Uhr waren wir im Freilichttheater und es war schätzungsweise zu 60% gefüllt. Die Sonne schien, es war warm und trotz leichter Drohungen aus dem Himmel mit dunkleren Wolken blieben wir vom grossen Regen verschont.

Inklusive einer 20 minütigen Pause dauerte die Vorstellung gut und gern 2 bis 2,5 Stunden.

Wir hatten Karten in der 8.ten Reihe. In einem Gespräch mit einem regelmäßigen Besucher erzähle mir dieser, dass man weit vorne manchmal den Überblick über das Spiel verlieren könnte und hinten könnte man kaum verfolgen, wer gerade spricht – und das läge nicht am Ton, der überall sehr gut ist. So gut, dass ich doch das Gefühl hatte, dass Winnetou an unserem Spieltag doch sehr kurzatmig war.

Die Geschichte muss ich hier nicht noch einmal erzählen. Die Inhalte der Karl May Bücher sollten bekannt sein – aber sie sind nicht Vorraussetzung zum Verstehen der Darstellung.

Die Darstellung ist interessant und recht kurzweilig. Die Kinder waren die ganze Zeit wie gebannt. Der jüngere erschreckte sich doch ab und zu über die vielen Effekte und Knallereien und ich versicherte ihm mehrmals, dass keinem etwas passiert und es auch keine echten Revolver sind.

Es gibt eine Liebesgeschichte, die natürlich zu einem Happy-End führt. Es gibt Action-Szenen, Stunts, Prügeleien, Feuer und Explosionen und viel Reiterei – wobei auch mal zwischen den Tribünenabschnitten durchgeritten wird. Und man beachte die beeindruckenden Vogelszenen.

Natürlich fehlen auch die humorvollen Einlagen nicht, für die i.d.R. Mathias Engel (Tante Droll) und Stephan A. Tölle (Lord Castlepool) zuständig waren. Aber auch der Wunsch von Winnetou nach Apfelkuchen sorgten für Lacher.

Hinter der Tribüne die Kaufzeile – Essen und Trinken und verschiedenste Artikel für die Fans von Winnetou und Old Shatterhand (oder Old Firehand). Aber zu Preise, die dann doch eher die Eltern erschüttern und für manches Weinen sorgte. Verständlich (aus der Sicht des Verkäufers), dass die Silberbüchse von Winnetou für €25 zu verkaufen ist – aber so etwas kann sich bei Familien summieren.

Gefeiert wurden natürlich alle Darsteller vom Publikum – aber die Stars wie Erol Sander (Winnetou), Martin Semmelrogge (Cornel Brinkley), Dorkas Kiefer (Jolene Blenter), Patrick Wolff und Joshey Peters (Old Firehand) bekamen den größten Applaus. Und nicht zu vergessen die jünste Darstellering: Lina Warning als Ellen Patterson.

Insgesamt war der Eindruck auf die Kinder sehr gross ,und es war ein sehr angenehmes Erlebnis. Wir werden in Zukunft wohl häufiger nach Bad Segeberg fahren.

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